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Die Sterne: Was sie uns lehren
Die Sterne: Was sie uns lehren

























Der Stern von Bethlehem
Die symbolische Bedeutung des Pentagramms


"Im Evangelium heißt es, dass ein Stern im Morgenland aufging, als Jesus zur Welt kam. So wurde den Heiligen Drei Königen die Geburt eines Welterlösers bekannt gegeben. Die christliche Überlieferung hat diesem Stern die Form eines Pentagramms gegeben und in der Weihnachtszeit sehen wir ihn überall dargestellt und aufgehängt. Etliche Astronomen haben sich damit auseinandergesetzt und durch Berechnungen versucht herauszufinden, um welchen Stern es sich wohl gehandelt habe. Sie fanden nichts und stellten zahlreiche Thesen auf. Gab es wirklich ein leuchtendes Zeichen am Himmel, das den Heiligen Drei Königen den Weg nach Bethlehem wies? Im Evangelium heißt es: "Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war" (Mt 2, 9). Man muss zugeben, dass dieser Stern ein eher sonderbares Verhalten an den Tag legte, was den Astronomen verständlicherweise einige Probleme bereitet hat. Statt daher zu erforschen, ob dieser Stern wirklich existiert hat, wäre es ratsamer zu ergründen, was die Verfasser der Evangelien sagen wollten, als sie über das Auftreten des Sternes zur Geburt Jesu berichteten.

Das Pentagramm, der fünfzackige Stern, ist das Symbol des vollkommenen Menschen. Schematisch stellt sie einen Menschen dar, der mit ausgebreiteten Armen auf beiden Füßen steht.
Befasst man sich mit dem Namen Gottes im Hebräischen, so fällt auf, dass er aus vier Buchstaben besteht: Jod, He, Vau, He. Das ist das Tetragramm, dessen ungefähre Übersetzung etwa Jehova lautet, ein Wort, das bei den Juden nicht ausgesprochen wird. Die vier Buchstaben, aus denen der Name Gottes besteht, entsprechen, wie ich es euch schon erklärt habe, den vier Prinzipien im Mensche: Jod dem Geist, He der Seele, Vau dem Intellekt und das zweite He dem Herzen. Diese vier Prinzipien müssen sich aber durch ein fünftes Prinzip, den Willen, manifestieren und inkarnieren. Dieses Inkarnieren drückt sich durch den Namen Jesu, Jeschuah aus. Er enthält die vier Buchstaben des Gottesnamens: Jod, He, Vau He, denen in der Mitte aber noch ein fünfter Buchstabe hinzugefügt wird, Shin, das Symbol der Vereinigung von Geist und Materie. Indem Jesus sich selbst und alle anderen Menschen als Gottessöhne bezeichnete und sie aufforderte für die Verwirklichung des göttlichen Reiches auf Erden zu arbeiten, tat er nichts anderes, als die wirkliche Bestimmung des Menschen hervorzuheben, nämlich das Göttliche zu verkörpern. Jesus, der Christus, ist das Wort, das Fleisch geworden ist. Indem Gott sich in Fleisch hüllte, ist Er Mensch geworden. Der Mensch ist nichts Anderes als die auf Erden offenbarte Gottheit. Der Erstgeborene, Jesus, ist der Mensch. Auf ihn hat Pilatus gezeigt, als er sagte: "Seht, welch ein Mensch!" (Jh 19, 5), Ja, der Fleisch gewordene Gott, der vollkommene, durch das Pentagramm symbolisierte Mensch, das ist die Bedeutung des fünfzackigen Sternes, der die Geburt Christi verkündigte.

Unsere Aufgabe ist es nun, diese Lehre des vollkommenen Menschen zu leben, dank den Möglichkeiten, die uns gegeben wurden. Zu diesen Möglichkeiten gehören die fünf Sinne (wiederum die Zahl fünf): Gesicht, Gehör, Geruchs-, Geschmacks- und Tastsinn. Unter ihnen ist übrigens der Tastsinn derjenige, der der Materie am nächsten steht: sein Hauptorgan ist die Hand mit den fünf Fingern, Die Finger sind Antennen, mit denen wir einige, ganz bestimmte Einflüsse auffangen. Der Daumen ist mit der Venus verbunden, der Zeigefinger mit Jupiter, der Mittelfinger mit Saturn, der Ringfinger mit der Sonne und der kleine Finger mit Merkur. Aus diesem Grund könnt ihr ab und zu folgende Übung machen:
Hebt die Hand und konzentriert euch auf jeden eurer Finger, um die günstigen Ausstrahlungen dieser Planeten anzuziehen. Hinterher werdet ihr eine gute Arbeit an euch selber und an den anderen leisten können.
Der Mensch ist also ein lebendiges Pentagramm. Das stimmt auf der physischen Ebene, aber auch auf der geistigen, wenn der Mensch die fünf Tugenden Christi besitzt und offenbart: Weisheit, Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Güte. Alle fünf können auf das Pentagramm eingetragen werden.

Folgende Regel wurde von Meister Peter Deunov gegeben: "Setze die Güte als Grundlage deines Lebens ein, die Gerechtigkeit als Maßstab, die Weisheit als Schranke, die Liebe als Ergötzung und die Wahrheit als Licht". Denkt man über den Sinn dieser Vorschrift nach, wird man sehen, wie bemerkenswert Wahr sie ist. Die Güte ist die einzige solide Basis, auf welcher ein Gebäude ruhen kann: Es wird einstürzen, wenn es die Güte nicht untermauert, so schön und sinnvoll es auch sein mag. Die Gerechtigkeit ist eine Eigenschaft des Maßes. Sie wird durch das Symbol der Waage veranschaulicht. Gerecht sein bedeutet, immer das Gleichgewicht wahren zu können. Man muss auf der einen Waagschale etwas dazugeben, auf der anderen etwas wegnehmen. Die Weisheit ist eine Schranke, dank der wir uns vor drohenden äußeren und inneren Feinden schützen können. Ohne Liebe kommt uns das Leben fade vor, ohne Liebe schwindet die Lust am Leben, so groß unser Reichtum, unser Wissen, unser Ruhm auch sein mögen. Die Wahrheit ist das Licht, das unseren Weg erhellt, ohne sie leben wir in Lüge und Irrtum.

Diese fünf Tugenden sind für die Entwicklung des Menschen erforderlich. leider kennen heute nur sehr wenige Menschen die Verbindung, die zwischen den Tugenden und dem menschlichen Organismus existiert. Die wahre Wissenschaft, ebenso wie alle Erfolge und Errungenschaften im Leben, beruhen auf der Erkenntnis dieser Verbindung. Die Güte ist mit den Beinen verbunden, die Gerechtigkeit mit den Händen, die Liebe mit dem Mund, die Weisheit mit den Ohren und die Wahrheit mit den Augen. Die Wahrheit gehört zum Geist, die Liebe zur Seele, die Weisheit zum Intellekt, die Güte zum Herzen und die Gerechtigkeit zum Willen.

Nun können wir wieder eine Verbindung mit den fünf Elementen herstellen. Welches sind diese fünf Elemente? Die Erde, das Wasser, die Luft, das Feuer und der Äther. Warum spricht man von einer Quintessenz? Die Quintessenz ist das fünfte Element, die fünfte Essenz (quinta essentia), die Synthese der vier anderen, ihr reinster Extrakt. Der Wille entspricht der Erde, das Herz dem Wasser, der Verstand der Luft, die Seele dem Feuer und der Geist dem Äther. Durch seinen Willen, seinen Verstand, sein Herz, seine Seele und seinen Geist steht der Mensch also mit den fünf im Kosmos wirkenden Elementen in Verbindung und kann selbstbewusst und in Harmonie mit ihnen arbeiten. Hier liegt der Sinn des doppelten Pentagramms - des kleinen im Großen - der Mensch, der Mikrokosmos, lebt und wirkt im Schoße des Universums, im Makrokosmos, in Gott. (siehe Abbildung ganz oben.)

In der heiligen Schrift heißt es, Gott habe den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen. Da der Mensch, die "kleine Welt", nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurde, besitzt er also dieselben Elemente und Materialien wie die "große Welt" sowie alle Eigenschaften und Tugenden Gottes. Zeigt er sich trotzdem oft armselig und elend, so deshalb, weil er überhaupt nichts getan hat, um sich anzugleichen, sich nach dem göttlichen Vorbild, dessen Spiegel er doch ist, zu richten. Um sich anzugleichen, muss er das Gesetz der Affinität kennen. Was für ein Gesetz ist das? Nehmen wir an, ihr hättet zwei auf derselben Wellenlänge gestimmte Stimmgabeln: Wird die eine in Schwingungen versetzt, dann fängt auch die andere an zu vibrieren, ohne berührt worden zu sein. Man sagt, sie sei in Resonanz. Wenn es euch also gelingt, eure eigene Stimmgabel in dergleichen Wellenlänge schwingen zu lassen wie die des Kosmos, dann werdet ihr eine Antwort erhalten.

Kommen wir nun wieder zu Bild des Pentagramms, auf dem Geist, Seele, Intellekt, Herz und Wille eingetragen sind. Versetzt ihr euren Geist in Schwingung, dann wird der kosmische Geist antworten. Lasst ihr eure Seele vibrieren, so wird die universelle Seele antworten usw. Es kann auch umgekehrt geschehen: Der kosmische Geist oder die universelle Seele schwingen und da euer Geist eure Seele mit ihnen übereinstimmen, werden sie davon in Schwingung versetzt und empfangen all ihre Botschaften. Oder die kosmische Intelligenz ist gerade dabei, bestimmte Ideen und Erkenntnisse zu verbreiten und euer Verstand, der auf sie eingestimmt ist, kann sie auffangen.

Nehmen wir an, ihr sendet durch euer Herz der gesamten Menschheit viel Liebe, dann wird euch das universelle Herz ebenso viel Liebe zurückschicken. Von allen Seiten her wird euch diese Liebe zuströmen. Wenn ihr durch eure Gedankenkraft Licht in die Welt aussendet, so kommt ihr mit der kosmischen Weisheit in Berührung, die euch ihrerseits mit gleißenden Strahlen erfüllt. Und so weiter. Auf diese Weise werdet ihr tatsächlich das kleine Pentagramm im großen Pentagramm: Nämlich indem ihr lernt, wie ihr durch euren Geist, eure Seele, euren Verstand, euer Herz und euren Willen die entsprechenden Kräfte des Universums berühren könnt.

Jesus hat gesagt: "Ihr seid der Tempel des lebendigen Gottes!" Aber die Menschen besuchen leider leblose Tempel aus Stein oder Holz und kümmern sich nicht um den eigenen Tempel, d.h. ihr eigenes Wesen in seiner Gesamtheit. Dank der Inbrunst der Gläubigen, die seit Jahrhunderten dort beten, haben diese Gebäude wohl etwas Lebendiges, aber man kann es dennoch nicht mit einem Menschen vergleichen, dem es gelungen ist, seinen Willen zu stärken, sein Herz zu läutern, seinen Intellekt zu erleuchten, seine Seele zu erweitern und seinen Geist zu heiligen, denn ein solches Wesen ist zu einem wirklichen Tempel geworden. Erst wenn ihr Tempel seid, wenn ihr in eurem eigenen Tempel betet, erhört euch Gott und gewährt eure Bitte. Seid ihr euch dabei dann noch dessen bewusst, dass ihr zugleich in diesem anderen Tempel, dem Universum lebt, dann wird aus euch ein vollendeter Mensch, ihr lebt in der Fülle. Das kommt durch das Symbol des Pentagramms zum Ausdruck. Das große Pentagramm ist das kosmische Lichtwesen, ist Christus und der Mensch ist in ihm. Ja, der kleine Tempel im großen, der Mikrokosmos im Makrokosmos, das solltet ihr unbedingt verstehen.

Eines Tages werden die Kirchen und Tempel überflüssig, weil die Menschen anfangen zu begreifen, dass sie sich tatsächlich in einem anderen Tempel befinden, in dem riesigen Tempel der lebendigen Natur, in dem die Sonne als Hoheprister und die Sterne als ewiges Licht dienen. Ich prophezeie euch, dass es so kommen wird. Wir werden alle von Menschen errichtete Tempel verlassen und den einmaligen, von Gott selber geschaffenen Tempel, das Universum betreten. In dem Moment werden wir überall und immer im Tempel sein, um zu Gott zu beten, da wir uns ja gleichzeitig in unserem eigenen Tempel und im großen Tempel des Universums befinden."

Dieser Text wurde entnommen aus dem Izvor Taschenbuch

                                   Die geometrischen Figuren und ihre Sprache
                                          
             
Ein weiteres Buch über die Symboliken von Weihnachten:

                                  Weihnachten und Ostern in der Einweihungslehre