Tagesgedanke vom Sonntag, den 8. Februar 2026
Die Frage von Geist und Materie ist in ihrer Dimension unendlich
Die Frage von Geist und Materie ist in ihrer Dimension unendlich, denn in einer anderen Form sind Geist und Materie das Männliche und Weibliche, das Positive und Negative, das Aussendende und Empfangende, der Himmel und die Erde. Nichts ist wichtiger als diese beiden Prinzipien. Aber man muss ihren Platz und ihre jeweilige Rolle erfassen, um nicht das eine auf Kosten des anderen zu bevorzugen. Die Menschen neigen immer dazu, in die Extreme zu gehen. Sie konzentrieren sich entweder nur auf den Geist und vernachlässigen die Materie oder sie konzentrieren sich auf die Materie und vernachlässigen den Geist. Und genau das geschieht in der heutigen Zeit, wo man sich so sehr mit der Materie befasst, ohne danach zu trachten, sie mit dem Geist zu erfüllen, und darum bleibt die Materie leblos, unbelebt. Warum können Männer und Frauen so lebendig und ausdrucksvoll sein? Dank des Geistes, der in ihnen ist und ihre Materie belebt. Das ist so offensichtlich, denn wenn der Geist den Menschen nach dessen Tod verlässt, kann man ihn nur noch begraben. Es ist der Geist, der alles durch die Materie vollbringt. Ohne den Geist ist die Materie nichts, doch ohne die Materie kann der Geist sich nicht offenbaren.*
Omraam Mikhaël Aïvanhov






