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Tagesgedanke vom Donnerstag, den 27. Januar 2000

Den Menschen ihre Reinkarnationen zu offenbarenist weder …

Den Menschen ihre Reinkarnationen zu offenbaren ist weder vom pädagogischen noch vom psychologischen Standpunkt aus gesehen ratsam. Sicher, im Verlauf ihrer Evolution wird für alle der Augenblick kommen, wo sie sich mit dieser Frage befassen müssen, aber nicht bevor sie eine gewisse innere Selbstbeherrschung erlangt haben. Stellt euch vor, man würde euch offenbaren, dass eine bestimmte Person in eurer Umgebung oder sogar in eurer Familie in der Vergangenheit euer größter Feind gewesen ist, der euch verfolgt und ermordet hat, wie würdet ihr reagieren? Wenn man in diesem Leben dieser oder jener Person begegnet, dieser oder jener Familie angehört, dann hat man bestimmte Dinge mit diesen Personen oder Familienmitgliedern zu regeln. Und sind diejenigen, denen man offenbart, sie seien in der Vergangenheit mächtige oder berühmte Persönlichkeiten gewesen, vernünftig genug, um nicht übersteigerte Eitelkeit an den Tag zu legen? Wenn ihr schwach seid, wenn ihr euch nicht kontrollieren könnt, was wird dann daraus werden? Gewisse Offenbarungen sind gefährlich, weil sie die Menschen verwirren oder in ihnen Rachegelüste oder Ehrgeiz erwecken könnten, was ihre Evolution behindern würde. Wenn es derart wichtig wäre, seine Reinkarnationen zu kennen, warum verbirgt die Vorsehung sie dann vor den Menschen? Eben weil sie vorausschauend ist: Sie will die Menschen in Unwissenheit lassen, damit sie ihre Fehler und Irrtümer aus der Vergangenheit besser in Ordnung bringen können.

Omraam Mikhaël Aïvanhov




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